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Sex & Verhütung

Fruchtbare Tage erkennen: Diese Methoden gibt es mit Eisprungsrechner & Co.

  • Veröffentlicht: 24.06.2023
  • 11:00 Uhr
Nicht nur wichtig, wenn du schwanger werden möchtest: So kannst du deine fruchtbaren Tage bestimmen.
Nicht nur wichtig, wenn du schwanger werden möchtest: So kannst du deine fruchtbaren Tage bestimmen.© Drobot Dean - stock.adobe.com

Kinderwunsch? Wenn Frauen gerne schwanger werden möchten, sollten sie ihre fruchtbaren Tage im Zyklus kennen. Die lassen sich mit verschiedenen Methoden ermitteln: Von Eisprungrechner bis Zervixschleim - wir klären über die jeweiligen Vor- und Nachteile auf.

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Fruchtbare Tage: Was heißt das genau?

Lange Zeit hast du dir über Verhütung Gedanken gemacht - aber jetzt spürst du den Wunsch nach einem Kind? Dann ist es hilfreich, deine fruchtbaren Tage zu kennen. Das ist der Zeitraum im Zyklus, in dem du schwanger werden kannst. Er beträgt etwa fünf bis sechs Tage. Es sind die Tage rund um deinen Eisprung (Ovulation), an denen dein Körper bereit ist für die Empfängnis.

Die Zyklen von Frauen sind unterschiedlich lang und schwanken individuell. Das heißt: Es gibt keine pauschale Antwort darauf, wann die fruchtbaren Tage sind. Aber du kannst sie mit verschiedenen Methoden bestimmen. Denn der Körper einer Frau sendet gewisse Signale, die eine Empfängnisbereitschaft zeigen. Dafür solltest du deinen Zyklus gut beobachten.

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Die verschiedenen Phasen im weiblichen Zyklus

In der Regel haben Frauen monatlich ihre Menstruation. Der Körper bereitet sich dabei auf eine mögliche Befruchtung vor. Ein Zyklus ist hormonell gesteuert und ist meistens zwischen 21 und 35 Tagen lang. Dabei durchläuft der Körper verschiedene Phasen. Diese zeigen wir dir im Folgenden am Beispiel eines 28-Tage-Zyklus:

Menstruationsphase: Tag 1 bis 6

Als erster Zyklustag zählt immer der erste Tag der Monatsblutung. Dabei löst sich Gebärmutterschleimhaut ab und eine Blutung setzt ein.

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Follikelphase: Tag 7 bis 13

Der Körper baut wieder Gebärmutterschleimhaut auf. Und in den Eierstöcken reifen Eibläschen. Dafür sorgt das follikelstimulierende Hormon FSH, das im Gehirn gebildet wird. FSH regt den Körper dazu an, in den Eierstöcken Östrogene zu produzieren.

Ovulationsphase: Tag 14 bis 18

Diese Phase heißt auch Eisprungphase, denn hier findet im Regelfall der Eisprung (Follikelsprung) statt. Das Hormon LH (luteinisierendes Hormon) löst den Eisprung aus. Mehr über den Eisprung und warum diese Phase so wichtig ist für eine Schwangerschaft, erfährst du gleich noch.

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Lutealphase: Tag 19 bis 28

In dieser Zeit bildet sich Gelbkörper im Eierstock. Die Gebärmutterschleimhaut verdickt sich. Der Körper bereitet sich auf eine Schwangerschaft vor. Bei einer Schwangerschaft nistet sich die Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut ein und reift dort.

Bei manchen Frauen ist die Lutealphase verkürzt oder verlängert, was auf einen gestörten Hormonhaushalt deuten kann. Medizinisches Fachpersonal kann dich dazu beraten.

Wissenswertes zum Eisprung

Um deine fruchtbaren Tage zu berechnen, solltest du den Zeitpunkt deines Eisprungs kennen. Zwei bis drei Tage vor dem Eisprung - das gilt als beste Zeit für Sex, wenn du schwanger werden möchtest.

Der Eisprung findet etwa 14 Tage vor dem Ende des Zyklus statt. Manche Frauen bemerken ein leichtes Ziehen im Unterbauch. In der Regel erfolgt also jeden Monat ein Eisprung. Aber: Es kommt natürlich auf den Zyklus an. Da die Zykluslänge variieren kann, kann auch der Zeitpunkt des Eisprungs sich verändern.

Bei einem unregelmäßigen Zyklus verschiebt sich oft auch der Zeitpunkt des Eisprungs. Er liegt nicht zwingend in der Mitte des Zyklus.

Bei Frauen in höherem Alter ist der Eisprung oft auch früher im Zyklus, also etwa am zehnten oder elften Tag. Es kann auch Zyklen geben, in denen der Eisprung ausbleibt.

Beim Eisprung wandert die reife Eizelle aus den Eierstöcken in den Eileiter und Richtung Gebärmutter. Dort kann die Eizelle etwa 12 bis 24 Stunden befruchtet werden.

Der Zervixschleim ist in der Phase der Ovulation flüssiger. Spermien können ihn leichter passieren und in den Eileiter gelangen.

Es gibt ein Fruchtbarkeitsfenster von etwa sechs Tagen. Dieses ergibt sich aus der Lebensdauer der Spermien im Körper der Frau, die etwa fünf Tage betragen kann. Und zudem aus dem Zyklus.

Das Fruchtbarkeitsfenster

  • Die fruchtbaren Tage beginnen etwa vier bis fünf Tage vor dem Eisprung und enden ein bis zwei Tage nach dem Eisprung.

Fruchtbare Tage berechnen: Eisprungrechner

Es gibt Eisprungrechner, mit denen du ganz einfach online deinen Eisprung bestimmen kannst. Dafür gibst du deine Zykluslänge und den ersten Tag der letzten Monatsblutung an. Anhand von Durchschnittswerten ermitteln Eisprungrechner dann deine fruchtbaren Tage.

Wichtig: Sieh das Ergebnis eher als Anhaltspunkt. Eisprungrechner dienen nicht zur Verhütung. Dafür sind sie zu ungenau und nicht zuverlässig. Sie sind eher eine Schätzung.

Eisprungrechner unterstützen aber die Familienplanung beim Kinderwunsch. Sie eignen sich vor allem für Frauen, die einen regelmäßigen Zyklus haben. Dann steigt die Zuverlässigkeit der Einschätzung des Rechners.

Fruchtbare Tage berechnen: Kalendermethode

Bei dieser Methode berechnest du deine fruchtbaren und unfruchtbaren Tage, indem du deinen Zyklus genau mit dem Kalender oder einer App über einen längeren Zeitraum beobachtest und dokumentierst. Sie heißt auch Knaus-Ogino-Methode, benannt nach den Erfindern. Als Grundlage für die Berechnung des Eisprungs und der fruchtbaren Tage dienen folgende Daten:

  • Datum der letzten Periode
  • durchschnittliche Zykluslänge
  • Eisprung etwa am 14. Tag vor dem Einsetzen der nächsten Blutung

Die Kalender-Methode eignet sich für Frauen mit regelmäßigem Zyklus. Wichtig: Auch diese Methode ist nicht zuverlässig und eignet sich nicht zur sicheren Verhütung. Sie bietet lediglich Anhaltspunkte für die Zeiträume.

Bei schwankenden Zyklen sieht die Berechnung ein anderes Schema vor:

  • Anzahl der Tage des kürzesten Zyklus minus 18 = das ist der erste fruchtbare Tag
  • Anzahl der Tage des längsten Zyklus minus 11 = das ist der letzte fruchtbare Tag

Fruchtbare Tage berechnen: Temperaturmethode

Zur Unterstützung deines Kinderwunsches kannst du auch deine Basaltemperatur messen. Das ist die Körpertemperatur direkt nach dem Aufwachen. Die Methode geht darauf zurück, dass direkt nach dem Eisprung die Körpertemperatur leicht ansteigt: etwa um 0,2 bis 0,5 Grad Celsius. Um den Eisprung besser einzuschätzen, empfiehlt sich das regelmäßige Messen und Dokumentieren. Dabei helfen mittlerweile auch Apps.

Auch diese Methode dient nicht der Verhütung - denn sie ist nicht sicher. Sie berücksichtigt nur einen Faktor, der den Eisprung anzeigen kann: die Körpertemperatur. Diese wiederum kann ebenso von anderen Faktoren beeinflusst werden. Folgendes kann die Messergebnisse ungenau machen:

  • Stress
  • Krankheit
  • anderer Messzeitpunkt
  • Ernährung

Fruchtbare Tage berechnen: Zervixschleim-Methode

Diese Art der Eisprung-Bestimmung heißt auch Billings-Methode. Dafür prüfen Frauen den Schleim, der aus ihrer Scheide fließt. Das funktioniert mit den Fingern oder mit Toilettenpapier. Der Zervixschleim ist ein Sekret, das die Drüsen im Gebärmutterhals herstellen. Es ist ein geruchloser Ausfluss. Die Konsistenz verändert sich mit dem Zyklus:

  • Beginn des Zyklus: milchig-trübes Sekret, Scheideneingang eher trocken, kann auch gar kein Sekret vorhanden sein
  • Vor dem Eisprung/ Während der fruchtbaren Tage: flüssiges, klares Sekret, spinnbare Fäden lassen sich ziehen
  • Nach dem Eisprung: eher trockenes und zähes Sekret oder kaum Sekret, trübe Farbe

Auch die Zervixschleim-Methode berücksichtigt nur ein Körpersignal zur Bestimmung der fruchtbaren Tage und ist nicht zuverlässig. Positiv daran ist, dass du dich und deinen Körper gut kennenlernst.

Fruchtbare Tage bestimmen: Ovulationstest

Ovulationstests sollen den Eisprung über den Hormongehalt im Körper bestimmen. Dafür ermitteln sie den Spiegel des Hormons LH im Urin. Sie funktionieren ähnlich wie ein Schwangerschaftstest, indem du etwas Urin auf die Teststreifen gibst. Steigt der LH-Wert an, ist das ein Zeichen für den bevorstehenden Eisprung. Einige Tests ermitteln auch den Östrogen-Wert.

Es gibt Ovulationstests mit einfachen Teststreifen oder als moderne Geräte mit digitaler Anzeige - letztere sind teurer. Du testest rund um den Eisprung. Wann du mit dem Testen beginnst, richtet sich nach der Zykluslänge. Du solltest möglichst immer zur gleichen Uhrzeit messen für ein aussagekräftiges Ergebnis. Denn die LH-Werte können im Laufe eines Tages schwanken.

Das Testergebnis ist nicht immer sicher: Medikamente und Krankheiten etwa können das Testergebnis verfälschen. Auch Ovulationstests sind keine sichere Verhütungsmethode.

Tipps für Frauen mit Kinderwunsch

  1. Sei neugierig auf deinen Körper: Je besser du deinen Körper kennenlernst und deinen Zyklus beobachtest, desto mehr bekommst du ein Gefühl für deinen Zyklus.
  2. Kombiniere verschiedene Methoden zur Bestimmung deiner fruchtbaren Tage. So erhältst du ein vollständigeres Bild und mehr Zuverlässigkeit.
  3. Leichter gesagt als getan: Versuche, möglichst locker und entspannnt an das Babythema heranzugehen. Stress kann sich negativ auf den Hormonhaushalt auswirken.
  4. Sprich mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt über deinen Kinderwunsch, lass dich beraten und durchchecken.

Ab wann lohnt sich ein Schwangerschaftstest?

Die Sehnsucht ist groß, und du kannst es kaum erwarten, dass es geklappt hat mit dem Nachwuchs. Ein Schwangeschaftstest kann schon sechs bis acht Tage nach der Befruchtung anschlagen. Aber: Zu diesem Zeitpunkt ist das Ergebnis noch nicht so sicher wie später. Für ein zuverlässigeres Testergebnis solltest du bis zu dem Zeitpunkt warten, an dem normalerweise deine Monatsblutung einsetzt.

Zur Sicherheit emfiehlt es sich, das Ergebnis von deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin bestätigen zu lassen.

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