Verliebt in Berlin

Hässliches Entlein sucht große Liebe

"Verliebt in Berlin" war eine der ersten Telenovelas im deutschen Fernsehen und ein absoluter Zuschauererfolg: Die märchenhafte Story einer unscheinbaren, aber ehrgeizigen jungen Frau besticht durch sympathische Charaktere und ist die perfekte Wahl für echte Romantiker.

Happy End garantiert?

Selten wurde das Cinderella-Motiv in Film und Fernsehen so erfrischend umgesetzt wie bei "Verliebt in Berlin": Die intelligente Lisa Plenske hat es nicht leicht - ständig wird sie von ihrer Umgebung nur als graue Maus wahrgenommen. Dabei träumt die pfiffige junge Frau aus der Kleinstadt doch von einer Karriere im erfolgreichen Modehaus "Kerima Moda". Durch Glück und Engagement ergattert sie schließlich tatsächlich eine begehrte Stelle im Unternehmen und klettert dank ihrer Fähigkeiten sogar die Karriereleiter hoch. Ablenkung bietet allerdings immer wieder ihr attraktiver Chef David Seidel. Der ist aber nicht nur mit einer echten Schönheit verlobt, sondern nimmt das Mauerblümchen auch gar nicht wahr, oder doch?

[Bild: Alexandra Neldel spielt in der deutschen Fassung das graue Mäuschen Lisa Plenske.]

"Verliebt in Berlin": Top, Top, Top

Als Hauptdarstellerin in "Verliebt in Berlin" glänzt die aus "GZSZ" und "Die Wanderhure" bekannte Alexandra Neldel. Und wie sich die blonde Beauty dank Fatsuit, Brille und Zahnspange in eine unattraktive Version ihrer selbst verwandelt, ist ein echter Hingucker. Den attraktiven männlichen Beau gibt hier der Schweizer Schauspieler Mathis Künzler. Nach dem durchschlagenden Erfolg der ersten Staffel wurde prompt eine Fortsetzung produziert. Abweichend vom ursprünglichen Telenovela-Konzept wurde hier allerdings eine neue Hauptfigur und ein neuer Erzählstrang eingeführt: Der bodenständige Bruno Lehmann gerät ebenfalls in den schicken Modekosmos von "Kerima Moda" und sucht nach seiner wahren Liebe.

Mit "Verliebt in Berlin" konnten die Verantwortlichen eigentlich gar nichts falsch machen. Schließlich basiert die Show auf dem kolumbianischen Quotenhit "Yo soy Betty, la fea" (Ich bin Betty, die Hässliche). Die Deutschen waren gar nicht einmal die ersten, die sich den Erfolgsstoff schnappten. In den USA kam die Geschichte unter dem Titel "Ugly Betty!" und in Spanien als "Yo soy Bea" ins Fernsehen.

Fazit: "Verliebt in Berlin" bietet tolle Unterhaltung, und dass nicht nur Fans der Hauptstadt. Gerade weil die Protagonistin keinesfalls perfekt oder makellos ist, macht das Zusehen der Alltagsabenteuer von Lisa Plenske besonders viel Spaß.

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