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Der Welpentrainer - Auf die Pfoten, fertig, los!

Bei Fuß gehen

Staffel 1Episode 314.04.2019 • 17:20

Eines der wichtigsten Kommandos ist bei Fuß zu laufen - das heißt ohne Leine. Hier bei "Der Welpentrainer" erfährst du mehr zu diesem Thema.

Eines der wichtigsten Kommandos für Hunde ist es, bei Fuß zu laufen – das heißt: ohne Leine. Der  "Welpentrainer" André Vogt zeigt, wie du deinem Hund diese Lektion beibringen kannst.

Beim Gassigehen ist es manchmal notwendig, den Hund schnell zu sich zu holen und bei Fuß laufen zu lassen. Etwa, wenn sich ein Radfahrer nähert oder ein anderer Hund. So kannst du als Halter darauf achten, dass dein Hund nicht plötzlich davonläuft oder etwas anderes Unüberlegtes tut.

Erster Schritt: Versteht der Welpe, was der Halter möchte?

Als erstes übt André Vogt mit der jungen Boxerhündin Gamma, ob sie schon bei Fuß laufen kann. Bevor er mit dem eigentlichen Training beginnt, überprüft er aber, ob Gamma grundsätzlich versteht, was er von ihr möchte. Folgt sie aufmerksam seinen Handzeichen?

Wenn ja, kann das Training beginnen. Das Ziel ist, dass der Hund später auch über längere Strecken brav an der Seite seines Halters läuft, seine Aufmerksamkeit auf ihn richtet und sich an ihm orientiert.

Welches Kommando man verwendet, bleibt jedem selbst überlassen. André Vogt klopft sich als Zeichen, dass der Hund bei Fuß laufen soll, auf den Oberschenkel. Will er, dass der Hund links von ihm geht, klopft er sich auf den linken Oberschenkel und umgekehrt.

Zweiter Schritt: Bei Fuß laufen mit Leckerlis üben

Der “Welpentrainer” möchte, dass der Hund auf beiden Seiten nach Wunsch bei Fuß laufen kann. Denn so kann er den Vierbeiner immer auf die Seite lotsen, die von der Reizquelle – zum Beispiel einem Radfahrer oder einem anderen Hundehalter – entfernt ist.

Am Anfang funktioniert das mit Gamma auch noch ganz gut: André Vogt klopft sich auf den linken Oberschenkel, hält seine linke Hand nach unten und sobald Gamma mit ihrer Schnauze gegen die linke Hand stupst, belohnt er das mit einem Leckerli und lobt sie ausgiebig. Dann versucht er es auf der anderen Seite und dreht sich ein bisschen mit, damit Gamma weiß, was er von ihr möchte.

Doch dann reicht die Konzentration der Boxerhündin nicht mehr aus und sie verliert die Lust am Training. Das ist aber nicht weiter schlimm, erklärt André Vogt. “Wir sind hier nicht bei der Bundeswehr, wir müssen das nicht übers Knie brechen”, betont er. Für Gamma ist es nun Zeit für eine Pause.

Dafür übt der Welpentrainer mit dem Deutschen Drahthaarwelpen Paul weiter. Der ist etwas besser drauf als Gamma und zeigt fleißig, wie gut er schon bei Fuß laufen kann. An einer Stelle versucht der kleine Hund dann jedoch, vorne an André vorbeizugehen, um die Seite zu wechseln. Da stellt ihm der Welpentrainer ein Bein in den Weg, um ihm anzuzeigen, dass er dort nicht vorbeigehen, sondern hinten die Seite wechseln soll. Ansonsten kann es später passieren, dass der Hund beim Seitenwechsel vor seinen Halter läuft und diesen zum Stolpern bringt.