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Easyjet, Ryanair & Co.: Warum Corona Billig-Airlines weniger trifft als teurere

23.12.2021 • 11:07

Billigflieger wie Easy Jet und Ryanair haben in der Krise gegenüber den teuren Airlines die Nase vorn: Die Auswirkungen von Omikron träfen die Billigflieger deutlich weniger als die etablierten Linien, heißt es in einer Studie.

Billigflieger weniger von Krise betroffen

Billigflieger wie Easy Jet und Ryanair haben in der Krise gegenüber den teuren Airlines die Nase vorn: Andrew Lobbenberg von der Londoner Investmentbank prophezeit in seiner jüngsten Studie zu den Auswirkungen der Omikron-Variante auf die Luftfahrt bessere Zahlen, berichtet die „Wirtschaftswoche“. Zwar gebe es unterm Strich erstmal weniger Passagiere. Doch das träfe die Billigflieger deutlich weniger als die etablierten Linien. Dafür gibt es laut der „Wirtschaftswoche“ folgende Gründe:

Deswegen stehen Ryanair & Co. in Coronazeiten besser da

Billigflieger sind auf günstige Nonstop-Flüge innerhalb Europas spezialisiert. Bei kurzfristigen Öffnungen in der Pandemie finden Touristen und Arbeitsmigranten hier spontan günstige Angebote. Die etablierten Airlines seien auf Geschäftsreisen und Langstreckenflüge spezialisiert und hatten dort 2020 einen Einbruch auf 20 Prozent zu verzeichnen. Außerdem seien die niedrigeren Ausgaben der Billig-Airlines ein Grund.  Sie geben im Schnitt rund drei Cent aus, um einen Kunden einen Kilometer zu transportieren. Bei den Etablierten liegt der Wert in der Regel zwischen sechs und neun Cent. Die Billigflieger hätten auch größere finanzielle Reserven wegen ihrer höheren Einkünfte abseits der Tickets und ihrer bereits vor der Krise niedrigeren Schulden, heißt es. So konnten sie sich Krisenkredite auf dem Kapitalmarkt besorgen und können daher schneller expandieren, sobald die Nachfrage ansteigt.