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red.Style

Tattoos selber stechen: So gefährlich ist der "Stick and Poke"-Trend

Staffel 106.06.2018 • 11:38

Neuer Tattoo-Trend: Immer mehr Menschen greifen selbst zur Nadel. Wie gefährlich der "Stick and Poke"-Trend wirklich ist, erfahrt ihr im Video.

Den Ausdruck "Stick and Poke" oder "Stick 'n' Poke" liest man derzeit im Zusammenhang mit Tattoos immer wieder. Dahinter steckt ein Trend, der vielen eine Gänsehaut verpasst. Mit Nadel und Tinte stechen sich dabei nämlich Laien Tattoos – ohne eine entsprechende Ausbildung und leider häufig auch ohne die entsprechenden Hygiene-Vorkehrungen.

Die Gefahr dabei: Krankheiten wie HIV, Hepatitis A, B und C können durch unsauberes Arbeiten und mehrfach benutzte Nadeln übertragen werden.

Qualität der Tattoos lässt zu wünschen übrig

Doch nicht nur die gesundheitlichen Risiken sorgen bei vielen Tattoo-Fans und professionellen Tätowierern für Kopfschütteln. Denn Tattoos werden normalerweise in die Dermis, die Lederhaut, gestochen. Wird Tattoo-Farbe oder Tinte in tiefere Hautschichten oder nicht tief genug gestochen, können die Motive unscharf oder fleckig werden oder unschön verlaufen.

Da die Haut am gesamten Körper auch unterschiedlich dick ist, ist ein „Stick and Poke“-Tattoo immer ein ästhetisches Risiko. Denn Laien fehlt einfach die Erfahrung eines Tattoo-Artists.

Hinzu kommt, dass "Stick and Poke"-Motive häufig nicht mit getesteten Tattoo-Farben gestochen werden. Stattdessen landen Kugelschreiber-Tinte oder Asche-Partikel unter der Haut – nicht selten sind allergische Reaktionen die Folge.

Sets mit Zubehör im Internet erhältlich

Im Netz gibt es mittlerweile sogar "Stick and Poke"-Sets zu kaufen. Darin enthalten: Nadel, Tinte und anderes Zubehör, mit dem man sich verschiedenste Motive unter die Haut stechen kann.  

Apropos Motive – welche Bildchen sind eigentlich angesagt in der "Stick and Poke"-Szene?

Diese Motive werden gestochen

In der Regel sind die "Stick and Poke"-Motive deutlich simpler und eindimensionaler als klassische Tattoos. Sie sind meist außerdem eher klein gehalten. Kein Wunder. Denn im Gegensatz zu professionellen Tattoo-Maschinen, die 80-150 Mal pro Sekunde zustechen, muss man bei dieser Technik jeden Stich einzeln setzen. Bis man ein kleines Motiv unter der Haut hat, kann es also durchaus ein paar Stunden dauern. Flächige oder bunte Tattoos sind bei "Stick and Poke" eher selten.