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Für fünf Monate konnte Avril Lavigne (30) das Bett nicht verlassen. Die Sängerin steckte sich mit Lyme-Borreliose an. Eine tückische Krankheit, die meist durch Zecken übertragen wird und zu Lähmungen, Nervenschmerzen, Entzündungen vom Gehirn und Rückenmark führen kann. Das Problem: Ärzte können die Symptome nicht immer auf Anhieb richtig deuten. Im Interview mit "Good Morning America Monday" berichtete die betroffene Sängerin damals, wie sich die Krankheit auf ihr Leben auswirkte. Sie konnte nicht essen, sprechen oder sich bewegen. Die Hölle auf Erden, von der sie augenscheinlich niemand erlösen konnte. Obwohl sie Rat bei Spezialisten suchte, wurden die heftigen Symptome lediglich als Einbildung abgestempelt. Unverständlich für Avril. 

Avril Lavigne war stinksauer auf ihre Ärzte

"Ich war in Los Angeles, buchstäblich die schlimmste Zeit in meinem Leben, und ich habe jeden Spezialisten besucht – die Top-Ärzte. Sie waren so dumm", beschwerte sich Avril Lavigne. "Sie saßen vor ihrem Computer und bewerteten es als 'chronische Müdigkeit' oder meinten: 'Warum versuchst du nicht, aufzustehen und Klavier zu spielen, Avril? Bist du deprimiert?'" Bei diesen Worten rollten der Sängerin dicke Tränen die Wange herunter. "Das machen sie mit vielen Leuten, die unter Lyme-Borreliose leiden. Sie haben keine Antworten für sie, also sagen sie ihnen 'Du bist verrückt'". Schließlich wurde die Krankheit doch noch diagnostiziert und die langwierige Behandlung konnte beginnen.

Fans halfen, Krankheit zu bekämpfen

Nicht nur die Antibiotika und verschiedenen Medikamente haben dafür gesorgt, dass es Avril Lavigne immer besser ging. Vor allem die Genesungswünsche der Fans halfen ihr. Als sie von der Krankheit ihres Idols erfuhren, schickten sie Briefe und Video, die Avril sich anschaute: "Ich habe geweint, wirklich. Ich habe mich so geliebt gefühlt. Es klingt blöd, aber ich war mit meinen Fans während dieser ganzen Zeit verbunden." Nun, da die Therapie halb abgeschlossen sei, habe die blonde Rockerin auch Gewissheit, dass sie sich zu 100 Prozent erholen werde.

Song über ihre schwere Zeit: Head above Water

Nach ihrer langen Leidenszeit hat Avril Lavigne es nun 2018 geschafft, einen neuen Song aufzunehmen. In einem Brief auf ihrer Internetseite erzählt sie, dass sie in ihrem Song "Head Above Water" (Kopf über Wasser) den Kampf gegen die Lyme-Borreliose verarbeitet und beschreibt. Sie glaubte, dass sie an der Krankheit sterben müsse. "Vielen Dank, dass ihr so geduldig gewartet habt", schrieb Avril weiter. "Es war der Kampf meines Lebens." Der Song ist der erste von ihr veröffentlichte seit fünf Jahren. "Head Above Water" wurde übrigens von Nickelback-Frontmann Chad Kroeger produziert - Avril Lavignes Ex-Mann. Die beiden hatten 2013 geheiratet, kurz nach Bekanntwerden ihrer Krankheit wurde die Trennung öffentlich.

Eigene Stiftung: Avril will anderen Betroffenen helfen

In Zukunft will sie über eine Stiftung, die "Avril Lavigne Stiftung" versuchen, anderen Betroffenen von Lyme-Borreliose zu helfen und Fehldiagnosen, wie sie ihr passiert sind, zu vermeiden.